Abriss der Cremonbrücke hat begonnen - Willy-Brandt-Straße gesperrt

Sie hat das Stadtbild 40 Jahre lang an der Willy-Brandt-Straße geprägt. Jetzt wird die Cremonbrücke abgerissen. Am Donnerstag haben die ersten Arbeiten zum Rückbau begonnen. Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer müssen sich auf Straßensperrungen und Einschränkungen einstellen. Für die Abrissarbeiten ist die Willy-Brandt-Straße zunächst bis montagfrüh 5 Uhr komplett gesperrt. Die Umleitung für Autofahrerinnen und Autofahrer führt über den Ring 1. Für Kristina Sassenscheidt vom Denkmalverein Hamburg ist der Rückbau der Cremonbrücke eine verpasste Chance. “Nach Ansicht von Fachleuten hätte sie auf die Denkmalliste gehört”, so Sassenscheidt. Die Brücke bilde ein Ensemble mit der dahinterliegenden Bundesbank, die auch unter Denkmalschutz steht. Laut Stadtentwicklungsbehörde hingegen sprächen stadtgestalterische Aspekte in Verbindung mit verkehrlichen Überlegungen für den Rückbau der Cremonbrücke. “Die an dieser Stelle neu entstehende, ebenerdige und damit erstmals barrierefreie Querung der Willy-Brandt-Straße wird die Trennwirkung dieser Verkehrsachse deutlich verringern”, so die Behörde. Dadurch würde die wichtige fußläufige Verbindung zwischen Hamburger Altstadt und HafenCity sowie die Anbindung des Cremons, eines Herzstücks des historischen Hamburgs, gestärkt. Gleichzeitig eröffne der Wegfall der Stützpfeiler Räume für die Aufwertung der Plätze und öffentlichen Räume, allen voran des Hopfenmarkts. Wie die Behörde mitteilte, werde die endgültige, städtebaulich schlüssige Gestaltung der Querung der Willy-Brandt-Straße eine Teilaufgabe sein im bevorstehenden planerischen Wettbewerb zur Umgestaltung des Hopfenmarktes.