Bündnis kritisiert Elbentschlickungs-Maßnahmen

Das Bündnis Lebendige Tiedeelbe kritisiert die gestern vom Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Enak Ferlemann vorgestellten, geplanten Maßnahmen zur Entschlickung der Elbe. Zwar begrüßt das Bündnis die Erneuerung des Bundeswasserstraßengesetzes und die damit verbundene Ausweitung von Kompetenzen seitens des Bundes, bemängelt jedoch die allein wirtschaftlichen Beweggründe, gegen die Verschlickung der Elbe vorzugehen. Stattdessen fordert das Bündnis aus NABU, WWF und BUND eine stärkere Einbeziehung der Interessen zum Schutz des Naturraums Tideelbe. Die Elbvertiefungen von 1999 und 2020 hätten schwere Eingriffe in das Ökosystem der Tideelbe zur Folge gehabt. Ferlemann hatte gestern im Rahmen einer Pressekonferenz unter anderem bekannt gegeben, Elbschlick zukünftig etwa für den Deichbau nutzen zu wollen.