Streik bei Lufthansa-Technik

Rund 100 Beschäftigte von Lufthansa-Technik haben am Mittwoch gegen die Konzernleitung demonstriert. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft ver.di. Während Lufthansa in der Pandemie durch staatliche Corona-Hilfen das Unternehmen rette und Arbeitsplätze sichere, könnte es bei der Tochter Lufthansa-Technik zu Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau im großen Stil kommen, so ein Sprecher. Ver.di wirft Lufthansa vor, durch die Schließungen oder Verkleinerungen von Standorten wie Hamburg 780 von 1350 Arbeitsplätzen unmittelbar zu bedrohen.

Die Luftfahrtkrise mache es notwendig, Veränderungen anzugehen, deren Notwendigkeit sich bereits schon vor der Krise abgezeichnet habe, entgegnete ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch gegenüber Hamburg 1. Aus Sicht des Konzerns hätten die betroffenen Standorte keine Zukunft und sollten nach Vorstellung des Unternehmens nicht mehr betrieben werden. Konkret seien das die Standorte Bremen, Düsseldorf, Leipzig, Hannover und die Line Maintenance-Teilbetriebe in Hamburg und im Frankfurter Norden.

Man habe die Mitbestimmungsgremien wie gesetzlich vorgeschrieben informiert und werde sie bei der weiteren Ausgestaltung weiter mit einbeziehen. Weitere Details wollte das Unternehmen wegen der andauernden Gespräche nicht nennen.