Kläranlagen als Corona-Frühwarnsysteme

Der rot-grüne Senat will das Corona-Infektionsgeschehen und mutierte Varianten des Virus künftig besser durch die Untersuchung des Abwassers in Hamburg lokalisieren. Ein entsprechender Antrag soll in der kommenden Bürgerschaftssitzung eingereicht werden. Dabei soll die Untersuchung des Abwassers als Frühwarnsystem fungieren, indem die Virus-Konzentration anhand genetischer Reste gemessen wird. "Mit einem Abwassermonitoring ist es möglich, ein steigendes beziehungsweise fallendes Infektionsgeschehen vier bis sieben Tage früher zu entdecken als durch reine Individualtests, so Johannes Müller, Fachsprecher für Innovationen der Grünen. Zunächst sollen die Messungen der Gesamtinfektionslage im Zentralklärwerk Köhlbrandt/Dradenau stattfinden.